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Tipps von Camille von Pamfou Dressur

1- Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Punkte, die man im Vorfeld vorbereiten sollte, um unter optimalen Bedingungen in die Turniersaison zu starten?

Um gut in die Turniersaison zu starten, ist es entscheidend, realistisch und methodisch vorausschauend zu planen.

Zunächst sollte man einen machbaren Turnierplan erstellen und sich auf ein Niveau festlegen, das man wirklich beherrscht. Die Idee ist, das Pferd (und den Reiter) von Anfang an mit Selbstvertrauen zu stärken: Wenn beispielsweise das Training zu Hause auf dem Niveau Amateur 1 stattfindet, kann es sinnvoll sein, in der Klasse Amateur 2 zu starten. Bei Turnieren kommen viele störende Faktoren ins Spiel, daher ist es selten, dass man zu 100 % in Form ist: Man sollte sich also in einer Komfortzone bewegen.

Außerdem ist es unerlässlich, ein Pferd in guter körperlicher Verfassung vorzustellen, das bereit ist, die Anstrengungen zu bewältigen.

Schließlich ist eine umfassende Untersuchung im Vorfeld entscheidend: Tierarzt, Osteopath, Zahnarzt… Wenn man sicherstellt, dass alles in Ordnung ist, kann man die Saison gelassen angehen und die Chancen auf Beständigkeit und Leistung maximieren.

2- Wie gestaltest du die körperliche und mentale Vorbereitung deines Pferdes während der gesamten Saison?

Die Vorbereitung des Pferdes erfolgt über das ganze Jahr hinweg, wobei besonderes Augenmerk auf sein allgemeines Wohlbefinden gelegt wird.

Körperlich ist es unerlässlich, sich auf ein Team von Fachleuten zu stützen und eine regelmäßige Betreuung sicherzustellen, da das Pferd hohen Belastungen ausgesetzt ist. Auch die Ernährung spielt eine Schlüsselrolle, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.

Was die mentale Seite betrifft, ist Abwechslung entscheidend. Das Abwechseln der Trainingseinheiten, das Verlassen des Reitplatzes, das Einbeziehen von Arbeit im Freien und tägliche Zeit auf der Koppel sorgen dafür, dass das Pferd motiviert und ausgeglichen bleibt. Das Ziel ist es, Routine zu vermeiden, indem man abwechslungsreiche Tage gestaltet, um sowohl sein Engagement als auch sein Gleichgewicht zu erhalten.

3- Hast du an Turniertagen eine bestimmte Routine, um deine Leistung und die deines Pferdes zu optimieren?

Meine Turnierroutine basiert vor allem auf festen Bezugspunkten.

Von denselben Menschen umgeben zu sein, insbesondere von einem Pferdepfleger, der mich gut kennt, macht den Unterschied: Er weiß, wann er mit mir sprechen, mich entspannen oder mich im Gegenteil mich konzentrieren lassen muss. Diese Kontinuität ist beruhigend, sowohl für den Reiter als auch für das Pferd.

Ich lege auch großen Wert auf die mentale Vorbereitung, mit Visualisierungstechniken, um meine Prüfungen gelassener anzugehen.

Schließlich versuche ich, ein Gleichgewicht zu finden: Zeit mit meinem Pferd zu verbringen, mich aber auch mit meinen Lieben zu umgeben. Das hilft mir, entspannt und in guter Verfassung zu bleiben, um Leistung zu bringen.

4- Wie gehst du mit Unvorhergesehenem oder Leistungsschwächen während der Saison um?

Angesichts von Unvorhergesehenem und Leistungsschwächen kommt es vor allem darauf an, sie zu akzeptieren und zu meistern.

Sie sind ein fester Bestandteil des Weges, daher muss man damit rechnen und bereit sein, sie anzunehmen. Wenn sie auftreten, ist es wichtig, zu verstehen, warum: die Ursache zu identifizieren, sich selbst ehrlich zu hinterfragen und die Situation mit Abstand zu analysieren.

Anschließend muss man es schaffen, mit diesem Misserfolg Frieden zu schließen, ohne sich darin zu verstricken, und ihn nutzen, um wieder auf die Beine zu kommen, indem man sich neue Ziele setzt. Das ist ein echter Hebel für den Fortschritt.

Das knüpft an die Vorbereitung im Vorfeld an: Je solider diese ist, desto besser kann man mit solchen Momenten umgehen. Denn im Grunde sind es oft die Misserfolge, die einen am meisten voranbringen. Erfolge geben Sicherheit, regen aber weniger dazu an, sich selbst zu hinterfragen, während Schwierigkeiten einen zwingen, sich weiterzuentwickeln und zu wachsen.

5- Welchen Rat würdest du einem Reiter geben, der Fortschritte machen und über eine ganze Saison hinweg im Wettkampf konstant bleiben möchte?

Der wichtigste Rat ist, sich auf eine langfristige Entwicklung einzustellen.

Eine gute Begleitung ist unerlässlich: ein Trainer, dem man vertraut, aber auch ein starkes Team rund um das Pferd (Tierarzt, Hufschmied…). Wichtig ist, auch in schwierigeren Zeiten konstant zu bleiben, ohne bei der kleinsten Leistungsschwäche alles in Frage zu stellen.

Fortschritte verlaufen nie geradlinig. Man muss Phasen der Stagnation akzeptieren, Schritt für Schritt vorangehen und darf sich nicht auf das Endziel stürzen.

Schließlich muss das Pferd im Mittelpunkt stehen: Es bestimmt das Tempo, das Niveau und die Häufigkeit der Turniere. Wenn man dies respektiert, gewinnt man während der gesamten Saison an Gelassenheit und Beständigkeit.

Camille Judet | Pamfou dressage | Horse Pilot

„Angesichts von Unvorhergesehenem und Rückschlägen kommt es vor allem darauf an, diese zu akzeptieren und in den Griff zu bekommen.“

Tipps von Mina Saiagh - Vielseitigkeitsreiterin und Schülerin von Maxime Livio

1- Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Vorbereitungen, die man im Vorfeld treffen sollte, um unter optimalen Bedingungen in die Turniersaison zu starten?

Bevor man eine Saison beginnt, muss man unbedingt sicherstellen, dass die Pferde sowohl körperlich als auch mental in Topform sind. Auch die Wahl des ersten Turniers ist entscheidend, insbesondere hinsichtlich des Schwierigkeitsgrades der Prüfungen, um unter guten Bedingungen schrittweise wieder einzusteigen. Schließlich ist es wichtig, mittel- und langfristige Ziele zu definieren und die Saison dann kohärent und schrittweise darauf auszurichten, um diese zu erreichen.

2- Wie gestaltest du die körperliche und mentale Vorbereitung deines Pferdes während der gesamten Saison?


Im Vielseitigkeitsreiten ist die Vielfalt der Arbeit ein wesentlicher Bestandteil der Vorbereitung. Die Tatsache, dass die Pferde in drei Disziplinen trainiert werden müssen, erfordert natürlich eine große Vielfalt in den Trainingseinheiten, wobei unverzichtbare Erholungsphasen integriert werden müssen. Jedes Programm wird an das Pferd, sein Alter und seine Ziele angepasst, aber die Grundlage bleibt die Qualität der Beziehung. Ein leistungsstarkes Pferd ist vor allem ein Pferd, das Lust auf Zusammenarbeit hat und Freude an der Arbeit findet. Wir strukturieren die Saison um zwei Hauptziele herum, eines zur Saisonhalbzeit und eines zum Saisonende, wobei wir die Zwischenwettkämpfe als Vorbereitungsetappen nutzen, um die letzten Details abzustimmen.

3- Hast du an Wettkampftagen eine bestimmte Routine, um deine Leistung und die deines Pferdes zu optimieren?


Das Wichtigste ist, seine Pferde gut zu kennen, denn jedes reagiert anders. Bei den sensibleren Pferden lege ich im Vorfeld Wert auf körperliches und geistiges Wohlbefinden, zum Beispiel durch Massage oder Stretching. Bei den eher kühlen Pferden hingegen erhöhe ich in den Tagen zuvor leicht den Trainingsanspruch, um sie stärker zu mobilisieren. Am Tag des Turniers nehme ich mir Zeit, auf sie einzugehen, um mich ihrem momentanen Zustand anzupassen und meine Vorbereitung entsprechend anzupassen.

4- Wie gehst du mit Unvorhergesehenem oder Leistungsschwächen während der Saison um?

Es ist unerlässlich, sowohl im Training als auch im Wettkampf an einem progressiven Ansatz festzuhalten. Die Dinge laufen selten genau wie geplant, daher ist Anpassungsfähigkeit von entscheidender Bedeutung. Diese erwirbt man mit der Erfahrung. Ich versuche, im Alltag so konsequent wie möglich zu sein, um nichts zu bereuen, und behalte dabei im Hinterkopf, dass wir mit lebenden Athleten arbeiten, die ihre Unwägbarkeiten mitbringen. Auch wenn manche Momente schwierig sein können, erinnere ich mich daran, dass es eine Entscheidung ist, und bemühe mich, die Erfolge in vollen Zügen zu genießen.

5- Welchen Rat würdest du einem Reiter geben, der sich verbessern und über eine ganze Saison hinweg im Wettkampf konstant bleiben möchte?

Meiner Meinung nach ist es grundlegend, sich mit den richtigen Leuten zu umgeben, unabhängig vom eigenen Niveau. Es ist ebenfalls wichtig, auf ein Pferd zu setzen, das zu deiner Erfahrung, der Disziplin und deinen Zielen passt. Regelmäßiges Training und die tägliche Aufmerksamkeit für das Wohlbefinden des Pferdes sind unerlässlich. Schließlich hilft es, sich ein erreichbares Hauptziel zu setzen, das von Zwischenzielen begleitet wird. So lassen sich Fortschritte sichtbar machen und man bleibt die ganze Saison über motiviert, auch in schwierigeren Phasen.

Mina Saiagh | cavalière de concours complet | Horse Pilot

„Ich lege großen Wert auf Abwechslung bei der Arbeit, um sowohl meine körperliche Fitness als auch meine gute Laune zu erhalten.“

Tipps von Roger-Yves Bost

1. Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Vorbereitungen, die man im Vorfeld treffen sollte, um unter optimalen Bedingungen in die Turniersaison zu starten?

An erster Stelle steht die Gewährleistung der Gesundheit des Pferdes durch eine umfassende tierärztliche Untersuchung (Check-up, Blutuntersuchung usw.). Es ist ebenfalls unerlässlich, dass es in einer ausreichenden körperlichen Verfassung ist, um die Saison gelassen anzugehen, insbesondere durch Ausdauertraining, um es auf die Abfolge der Parcours vorzubereiten.

2. Wie gestaltest du die körperliche und mentale Vorbereitung deines Pferdes während der gesamten Saison?

Ich lege großen Wert auf Abwechslung im Training, um sowohl die körperliche Verfassung als auch die mentale Stärke zu erhalten. Dazu gehören Ausritte im Freien, zum Beispiel im Wald, aber auch einfache technische Übungen wie kleine Kombinationen, um das Selbstvertrauen des Pferdes zu stärken.

3. Hast du an Turniertagen eine bestimmte Routine, um deine Leistung und die deines Pferdes zu optimieren?

Ja, ich nehme mir am Morgen der Prüfungen gerne Zeit, um sie an der Hand auszuführen und sie zu entspannen. Ich reite sie auch vor dem Start, um sie locker zu machen und ihr Gefühl zu überprüfen. Schließlich führe ich immer eine vollständige Überprüfung der Ausrüstung durch, um böse Überraschungen zu vermeiden.

4. Wie gehst du mit unvorhergesehenen Ereignissen oder Leistungsschwächen während der Saison um?

Bei Schwierigkeiten kehre ich zu den Grundlagen der Arbeit zurück, um das Erlernte zu festigen. Ich zögere auch nicht, gegebenenfalls auf ein niedrigeres Wettbewerbsniveau zurückzugehen, um das Selbstvertrauen des Pferdes wiederherzustellen und auf einer soliden Basis neu zu starten.

5. Welchen Rat würdest du einem Reiter geben, der sich verbessern und über eine ganze Saison hinweg im Wettkampf konstant bleiben möchte?

Es ist unerlässlich, auf sein Pferd zu hören und das Wettkampfprogramm gut zu planen. Man muss dieses Programm je nach den Ergebnissen und der Verfassung des Pferdes anpassen können. Schließlich sind eine positive Einstellung, auch wenn die Leistungen nicht stimmen, und die ständige Aufmerksamkeit für das Wohlbefinden des Pferdes unverzichtbare Schlüssel für nachhaltige Fortschritte.

JEAN_YVES_BOST|LPEJ|HORSEPILOT

„Hart zu arbeiten und auf sein Pferd zu hören, ist entscheidend.“

Tipps von Jad Dana

1. Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Punkte, die im Vorfeld vorbereitet werden müssen, um unter optimalen Bedingungen in die Turniersaison zu starten?

Natürlich ist es unerlässlich, zu trainieren und sich technisch weiterzuentwickeln. Aber meiner Meinung nach sind die wichtigsten Faktoren nach wie vor die körperliche Verfassung des Pferdes sowie seine Gesundheit. Das sind unverzichtbare Grundlagen, nicht nur zu Beginn der Saison, sondern das ganze Jahr über.

2. Wie gestaltest du die körperliche und mentale Vorbereitung deines Pferdes während der gesamten Saison?

Das ist ein wesentlicher Teil unseres Sports. Mein Hauptziel ist es, stets auf die Signale meines Pferdes zu achten. Mit der Unterstützung meines Trainers und Mentors Leslie Howard sowie dank meiner Erfahrung und der täglichen Arbeit versuche ich, meine Pferde bestmöglich zu führen, damit sie ihr volles Potenzial entfalten und unter optimalen Bedingungen Leistung bringen können.

3. Hast du an Turniertagen eine bestimmte Routine, um deine Leistung und die deines Pferdes zu optimieren?

Das hängt wirklich vom Pferd ab. In meinem Stall ist jedes Pferd anders, mit seinen eigenen Bedürfnissen und seiner eigenen Art, zu funktionieren. Um leistungsfähig zu sein, ist es unerlässlich, für jedes Pferd ein spezifisches Programm anzupassen, damit es sein Bestes geben kann. Ich habe daher an Turniertagen eine unterschiedliche Routine, je nachdem, welches Pferd ich reite.

4. Wie gehst du mit unvorhergesehenen Ereignissen oder Leistungsschwächen während der Saison um?

Jeder hat mal einen schlechten Tag. Wichtig ist, daraus zu lernen, zu verstehen, was nicht funktioniert hat, und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren, um sich in Zukunft weiterzuentwickeln.

5. Welchen Rat würdest du einem Reiter geben, der sich verbessern und über eine ganze Saison hinweg im Wettkampf konstant bleiben möchte?

Hart zu arbeiten und auf sein Pferd zu hören, ist unerlässlich. Man muss sich auch dazu motivieren, jeden Tag dazuzulernen, motiviert zu bleiben und diesen ständigen Wunsch nach Fortschritt zu bewahren.

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